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Görlitz-Pelmang e.V. zur Lage in NEPAL

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P A T E N gesucht

Aktuelle Hilfsprojekte Posted on Wed, June 15, 2016 13:49:11

P A T E N gesucht

smiley

ACHYUT, Sozialarbeiter im Kathmandutal und unser Projektmanager in Kathmandu sucht Paten für ein behindertes 7-jähriges Mädchen !!

Sie kann weder selbstständig laufen, essen noch sprechen.
In
einem solchen Fall gibt es in Nepal keine Sozialunterstützung. So sucht
Achyut dringend nach einem Paten, der die Spezialschule für dieses
Mädchen finanziell unterstützen kann. Monatlich betragen die Kosten 100
Euro.

Bei Interesse schicken wir Euch weitere Informationen und Bilder
und stelle den Kontakt zu Achyut her. Vielleicht gibt es ja auch
jemanden in Eurem Bekanntenkreis, der Interesse an dieser Patenschaft
hat …

Namaste.



Vereinsbrief 1/2016

Lage in Pelmang Posted on Wed, June 15, 2016 13:42:15

„Gutes geschieht nicht von selbst.
Wir müssen uns dafür schon ein bisschen anstrengen.“
(Dalai Lama)

Liebe Freunde und ihr alle, die ihr unser Projekt unterstützt,

zurück sind wir schon lange und es ist höchste Zeit, von unserem Aufenthalt in Nepal und Pelmang zu berichten.

PDF mit Fotos smiley

Wir – das waren in diesem Jahr Kerstin Schumann, Simone Niedrig, Howard Konick und ich – sind vielfach aufgeregt gestartet. Zum einen wussten wir gar nicht, was uns im erdbebenerschütterten Nepal erwartet, zum anderen machte sich die freudige Erwartung, das erste Mal Ärzte im Team in die so schwach entwickelte Region um Pelmang zu bringen, bemerkbar. Aber der Reihe nach …

Wir waren bei der Ankunft überwältigt, welche Kraft die Menschen schon in die Beseitigung der Erdbebenschäden gesteckt hatten. In Teilen Kathmandus kann man kaum noch erahnen, dass das schwere Beben erst ein Jahr zurückliegt,
an anderen Stellen, wie z. B. hier in Boudnath, treibt es einem die Tränen in die Augen. Auch entlang unseres Wanderweges nach Pelmang konnten wir die Zeugen des Bebens sehen.

Zunächst galt es jedoch in der Hauptstadt Kathmandu in zwei Tagen noch einige organisatorische Meetings zu absolvieren und einzukaufen – mehrere Kilo Wolle für die Frauen im Dorf und Schulrucksäcke für die Patenkinder. Außerdem hatten wir u.a. an die 500 Zahnbürsten, Zahnpasten, Verbandsmaterial, Brillen und jede Menge Kleidung für die Menschen in Pelmang im 160 kg schweren Gepäck aus Deutschland. Die erstmalige Realisierung eines Medizincamps in unserer Projekt-region stand nun unmittelbar bevor. Medizinisches Personal, Material und dessen Transport sowie die Umsetzung des Camps im Dorf wurden von unseren befreun- deten nepalesischen Projektverantwortlichen und unserer nepalesischen NGO (Non-Governmental Organisation) „Helping Hands for Developing Pelmang“ organisiert.

Mittels Bannern, Plakaten und sogar Radio-Werbung war unser Camp im Vorfeld in der Region beworben worden, da dieses Angebot zwecks medizinischer Grund- versorgung nicht nur neu für uns war, sondern auch für die Einheimischen, die zu einem großen Teil wohl vorher noch nie einem Arzt begegnet sind.
Die Resonanz war überwältigend: die Patienten nahmen Fußmärsche von bis zu 4 Stunden auf sich, um nach Pelmang zu kommen und sich untersuchen zu lassen. So konnten wir vor Ort mit 6 nepalesischen Ärzten innerhalb von 4 Tagen 1.078 Patienten versorgen. 7 Männer aus dem Dorf transportierten alle benötigten medizinischen Mittel und natürlich auch unsere materiellen Spenden für das Dorf. Ca. 90 kg hatten sie zu bewältigen.

Die Atmosphäre unter den Menschen vor der örtlichen, nun fast vollständig fertiggestellten Primary School …

(Schul- und Sitzmöbel, Spielgeräte auf dem Schulhof und das Lehrerzimmer wurden durch Dorfbewohner in diesem Jahr geschaffen; Glasfenster wurden eingesetzt und das Gebäude mit einem Außenanstrich versehen. Verbleibende Ausbes-serungen, Toiletten mit Wasserspülung und Waschbecken sind für dieses Jahr vorgesehen)

… und vor den nach dem Erdbeben von der Regierung errichteten Wellblech-Baracken war von gegenseitigem offenem Respekt geprägt. Vor den (wenn überhaupt vorhandenen) Türen der Allgemein-, Kinder-, Zahn- und Augenärzte sowie der Gynäkologin und des Apothekers bildeten sich drängende Menschen-schlangen. Auf dem Schulhof wurden die Patienten registriert, gewogen, Puls und Blutdruck wurde gemessen. Kerstin, die „frischgebackene“ Krankenschwester, konnte hier das Ärzteteam 4 Tage lang hilfreich unterstützen. Der augenärztliche Sehtest wurde durchgeführt.

Buntes Treiben am neu errichteten Spielplatz. Mit Häkeln, Stricken, Brennnessel- fäden spinnen, ja, und auch mit Rauchen und aufmerksamer Beobachtung der sich in Behandlung befindlichen Patienten verkürzten sich die Menschen die Wartezeit.

Die Ärzte untersuchten die Patienten selbstständig, Kenntnisse sowohl der nepalesischen als auch der stammeseigenen Rai-Sprache waren dabei notwendig. Der ärztlicherseits sehr offene Kontakt zu uns erfolgte auf Englisch. Grundlegend, so erfuhren wir, leiden die Menschen der Region an Erkrankungen der Augen, Atemwege, Haut (inkl. Läusen und Skabies/Krätze), des Magen-Darm-Trakts sowie an Muskel-Gelenk-Beschwerden und Zahnerkrankungen.
Symptome westlicher Wohlstands-/Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Übergewicht, Stoffwechselstörungen sind rar. Kinder sind oftmals von Schwer- hörigkeit u.a. Komplikationen im Zusammenhang mit Infektionen im HNO-Bereich betroffen.

Unerwartet – jedoch erfreulich – war ein ethisches Abwägen über die Finanzierung von Anschlussbehandlungen spezieller Erkrankungen und Verletzungen insbesondere in Spezialkliniken in Kathmandu seitens unseres Vereins nur in 6 Fällen erforderlich. Fällt es uns schon in Deutschland unter den uns vertrauten Rahmenbedingungen unendlich schwer, solche Entscheidungen – vielleicht sogar über Leben und Tod – zu treffen, so gilt es in Nepal umso mehr, zu vertrauen und darum zu bitten, dass der Patient noch rechtzeitig die Klinik erreicht und die notwendige Diagnostik und Therapie erhält. So konnten 3 Patienten durch eine entsprechende OP in Kathmandu das Krankenhaus bereits geheilt verlassen. Leider schaffte es ein Mädchen durch die fortgeschrittene TBC nicht.

AUSBLICK 2017:
Die in der Bergregion Pelmang vorgefundenen Krankheitsbilder gründen sich derzeit vor allem auf die mangelnde Infrastruktur in Form gesicherten Trinkwassers
(Hier sind wir weiter dabei, die begonnene Versorgung der Häuser mit sauberem Wasser voranzubringen. Die Lage des Dorfes in den Bergen fordert uns dabei gut heraussmiley) sowie kontrollierter Abwasser- und Fäkalienkanalisation. Es mangelt an einem Zugang zu medizinischer Versorgung im Akutfall, an Gesundheitsvor-sorge/Prophylaxen und persönlicher Hygiene. Die einseitige Ernährung, tradierte Lebensweisen und -anschauungen (z.B. Öfen ohne Abzug in den Häusern) tun das Übrige. Aber auch durch nicht vorhandenes Wissen und Erkenntnis über den Zusammenhang von hygienischer oder zumindest sauberer Lebensführung und Gesundheit/Gesunderhaltung kommt es zu einer Vielzahl von Problemen.

So gilt es, bei den Einheimischen „Samen des Bewusstseins“ für mögliche persönliche Gesundheitsvor- und -fürsorgemaßnahmen zu säen, sie schrittweise für Verbesserungen und Neuerungen in ihrem traditionellen Lebensalltag zu öffnen. Unmittelbar nach Abschluss unseres diesjährigen Medizincamps sind wir mit all den Eindrücken, Erfahrungen und „Berührtheiten“ daher mutig in die Voraus-planung für das nächste Gesundheitscamp im Frühjahr 2017 gegangen.

Natürlich möchten wir auch alle anderen Aktivitäten noch kurz erwähnen:
* Unsere Briefpatenschaften konnten wir weiter pflegen und es sind jährlich mehr
Kinder in Deutschland und Nepal, die gern in Austausch treten möchten.
* Wir freuen uns ganz besonders, seit April 2016 die Schulbildung von nun schon
insgesamt 14 Patenkindern unterstützen zu können.
* Besonders erwähnenswert ist das Engagement verschiedener Schulklassen,
die durch Kuchenbasare das Schulgeld erwirtschaften. Aber natürlich freuen wir
uns auch über die Unterstützung durch Einzelpersonen.
* Wir finanzieren weiter einen Grundschullehrer und den Naturwissenschafts-
lehrer an der Secondary school.
Letzterer wird im kommenden Jahr u.a. am
Umweltbewusstsein (Müll entsorgen, Bäume pflanzen) arbeiten.
* Auch in diesem Jahr konnten wir die Strickkünste einiger Frauen bewundern
und die Wolle wurde gern für neue Kreationen entgegengenommen.
* Auch die Saaten fanden ihre Besitzer.
* Die viele schöne Bekleidung wurde vorwiegend an die Kinder vor Ort verteilt
und die zahlreichen von Simone organisierten Vitamine sorgen inzwischen
hoffentlich für stabile Gesundheit.

Während unserer Reise haben wir wieder viele nepalesische Gesichter und Impressionen eingefangen. Sie werden uns Begleiter sein und uns in unserem Tun immer wieder motivieren.

Unser größter Wunsch ist es, den Menschen in und um Pelmang 2017 ein weiteres Medizincamp zu ermöglichen. Natürlich sind es auch die anderen Dinge, wie die endgültige Fertigstellung der Schule, das Trinkwassersystem, die Versorgung unserer Patenkinder und die Unterstützung der Lehrer sowie die unermüdliche Arbeit an der Etablierung rauchfreier Öfen im Dorf, die unsere Aufmerksamkeit fordern. Ja, und Vision bleibt auch die Errichtung eines Healthpoststützpunktes in Pelmang. Aber langsam, langsam smiley

Wir möchten uns an dieser Stelle von Herzen für eure Unterstützung und auch euer Vertrauen in unser Tun bedanken. Wir sind tief erfüllt von der Dankbarkeit der Menschen in Nepal und möchten dieses Gefühl gern an euch weitergeben.

Namaste

Danke – Dondebat – Ollunewe

Katrin Götz
Im Namen des Görlitz-Pelmang e.V.



1. SPENDENLAUF für das Medizin Camp :-)

Aktuelle Hilfsprojekte Posted on Tue, August 25, 2015 22:45:21

LAUFEN für PELMANG
beim
NÜRNBERGER HALBMARATHON und 10 km Lauf

Beachtlicher Teilnehmerzuwachs bei
bestem Laufwetter

Ca. 480 Läuferinnen und Läufer spendeten mit ihrer Teilnahme beim Nürnberger Halbmarathon und 10 km
Lauf am Sonntag, 23.08.15, Gesundheit und vielleicht sogar Leben für
die Einwohner unseres nepalesischen Bergdorfs PELMANG.
In den Spendentopf flossen pro Teilnehmer 1 € der Startgebühr zur Finanzierung
eines Gesundheitscamps in Pelmang im Frühjahr 2016. In der
Kooperation unseres Vereins mit Sissy Baumann von running
concepts Nürnberg entstand 2015 eine gegenseitig
sehr fruchtbare und kreative Zusammenarbeit.

Der absolvierte Spendenlauf war nur
der Anfang!! Im Frühjahr 2016 wird ein großer Sponsoren- und Spendenlauf rund um die Nürnberger Burg folgen. Voraussichtlich werden fast ALLE Schülerinnen und Schüler Nürnbergs für den guten Zweck laufen und damit Gelder sammeln, so dass sich bei einem anschließenden Lauf für die Eltern, Freunde, Bekannte und Verwandte niemand lumpen lassen sollte 🙂

Beim 1. Spendenlauf für das Medizinprojekt wurde die
Nürnberger Laufstrecke auf den Wegen durch das Waldgebiet des Valznerweihers und
Zerzabelshofer Forsts sowie die durch Sissy Baumann und ihr Helferteam
ausgesprochen persönliche Organisation, Betreuung und Verpflegung durch die
Teilnehmer sehr gelobt.

DANKE im Namen der Dorfbewohner
Pelmangs an
alle Teilnehmer und Helfer des Laufes sowie an unsere Partner www.runningconcepts.de und CONTIGO – Fairtrade in Erlangen.

Namaste.

Kerstin Schumann



Aktueller Lagebericht

Erdbeben Posted on Sat, July 11, 2015 19:47:31

Liebe Freunde, liebe Unterstützer,
die Ereignisse haben sich in Nepal kurz nach unserer Rückkehr am 16.4. überstürzt.
So galten unsere Aufmerksamkeit und unser Tun zunächst ausschließlich unseren Bekannten und Freunden – kurz- den Menschen in Nepal.
Auch wenn schon einige Wochen verstrichen sind, möchte ich euch kurz über unseren Einsatz vor Ort berichten.
Howard, Macchindra und ich begannen unsere Reise mit einem gemeinsamen Besuch bei einem “Bienen -Professor” im Süden Nepals. Wir wollten uns über Wege informieren, um interessierten Menschen in Pelmang ein Training in “Bienenhaltung” zu ermöglichen.


Später konnten wir uns in Pelmang vom Voranschreiten unserer angeschobenen Projekte überzeugen.
* Die Sanierung der Grundschule hat begonnen, Böden sind eingezogen, Fenster in Arbeit, der Anstrich ist erfolgt und viele weitere Arbeiten sind in Planung.


* Die Wasserversorgung ist vorangeschritten.
* Einige Frauen haben das Stricken zur Perfektion gebracht und den Nachschub von Wolle mit Freude begrüßt.
* Die Saaten vom vergangenen Jahr sind gut aufgegangen. Die Dorfbewohner konnten zum Teil eigene Samen gewinnen und haben sich über die neuen Saaten natürlich sehr gefreut.


* Die Schüler haben ihre Englischkenntnisse weiterentwickelt und wir sind froh, Param als Englischlehrer und einen Grundschullehrer finanzieren zu können.
* Die Schüler konnten in diesem Jahr nicht nur T-shirts empfangen. Wir haben es mit Unterstützung unserer Schüler und vieler Freunde geschafft, für jeden Schüler der Grund- und weiterführenden Schule Zahnbürsten und Zahnpasta zur Verfügung zu stellen und konnten den Kindern dadurch Grundlagen der Zahnpflege vermitteln.


* Die Patenschüler haben ihre Patenbriefe, wie immer ganz aufgeregt, erhalten.
* Wir freuen uns besonders, mit der Unterstützung unserer Schüler der Klassen 7g und 5g und weiteren Freunden, inzwischen 9 Schülern im Dorf die Schulbildung zu ermöglichen.


Zurück in Kathmandu konnten wir dankenswerterweise mit den Projektberatern vom Lischa Verein für das kommende Jahr unsere weitere Projektarbeit planen. Wichtig war und ist es uns dabei, auf Nachhaltigkeit unserer Projekte zu achten.
Das Erdbeben am 25.4.und das schwere Nachbeben vom 12.5. hat uns erschüttert, sehr berührt und unsere Arbeit und Kraft zunächst umgelenkt. Wir konnten durch Euch und so viele weitere Menschen, insbesondere auch durch unsere Kinder in den Schulen, viel Geld einsammeln.


Die Spenden haben es uns ermöglicht u.a. über 300 Planen zu verteilen, Schäden an der Grundschule und den Häuser zu reparieren, Lebensmittel zu kaufen und Geldspenden zum Kauf von Notwendigem zu überreichen.
In vielen Regionen herrscht noch immer akuter Notstand und wir brauchen mit Sicherheit einen langen Atem, um nicht nur kurz, sondern auch mittel- und langfristig zu helfen.
Unsere Pläne zur Weitersanierung der Grundschule, zum Bienentraining, zum Bau eines Healthcenters und zur Organisation eines Healthcamps im Frühjahr 2016 sind aus der aktuellen Situation heraus noch etwas vage.
Danken möchten wir euch unbedingt für eure Engagement, uns in unserem Tun weiter zu unterstützen.

Nur zwei aktuelle Beispiele:
* So z.B. hat Kerstin Schumann es geschafft, den Nürnberger Halbmarathon am 23.8. als Spendenlauf für unseren Verein zu organisieren. Wer Freude beim Laufen hat … oder sagt es bitte einfach nur weiter. (http://www.runningconcepts.de/nuernberger_halbmarathon.html)
* Mit der Walddorfschule Backnang hat eine weitere Schule Schülerpatenschaften mit der Grundschule übernommen.

Wir hoffen sehr, dass die Menschen in Nepal wieder in ein normales Leben zurückfinden werden.
Danke- Dondebat- Ollunewe- Namaste
Im Namen des Görlitz-Pelmang e.V.
Katrin Götz